Donnerstag, 17. Dezember 2015

Klimaerwärmung

Gedanken zur globalen Klimaerwärmung

Weihnachten ohne weihnachtliche Gefühle

Wieder einmal kommen bei mir kaum weihnachtliche Gefühle auf. Das Wetter passt nicht dazu. Von Schnee keine Spur! Nur momentan dauernd so ein trübes und mildes Wetter! Müssen wir uns langsam vom Winter und Weiße Weihnachten verabschieden?

Wann wird es endlich wieder Winter?

Klimakonferenz in Paris

Jetzt war ja letzte Woche diese Klimakonferenz in Paris. Dort wurde "am Abend des 12. Dezember von der Versammlung ein Klimaabkommen beschlossen, das die Begrenzung der globalen Erwärmung auf deutlich unter 2 °C, möglichst 1,5 °C, vorsieht und das Paris-Abkommen genannt wird." Dieser Erfolg wurde von den Medien groß gefeiert!
Aber all das klingt für mich schon fast so wie ein Fünfjahresplan einer ehemals sozialistischen Republik. Dort wurden auch immer schöne Dinge beschlossen. Aber mit Realität hatten solche Pläne meist wenig zu tun!

Der Mensch als Steuermann des Weltklimas

Das nun hat aber eine andere Qualität, der Mensch bildet sich ein, das Weltklima steuern zu können und mal so ganz schnell das Problem mit einer Verminderung der CO2 - Emissionen beheben zu können. Selbst, wenn man all das einhält, was man bei der Konferenz beschlossen hat, habe ich bei den Erfolgsaussichten so meine Zweifel, auch wenn ich kein Klimaforscher bin.

Klimakiller Beton

Eine der vielen Gründe dazu erlebe ich vor der eigenen Haustüre. Immer mehr Flächen werden bei uns zuasphaltiert und zubetoniert. Neue Gewerbeflächen und Wohnanlagen sprießen im Grünen wie die Pilze aus dem Wald. Der Natur werden tagtäglich immer mehr Flächen abgenommen, als gäbe es diese grenzenlos. Der Grund ist die Geldgier des Menschen, denn diese Gier ist bei ihm unersätllich und da helfen auch keine Klimakonferenzen.
Zubetonierte Flächen heizen viel leichter auf als Grünflächen. So ist es in Stadtgebieten meist um einige Grad wärmer als in Waldgebieten. Wärmebildaufnahmen aus der Luft oder dem All bestätigen dies eindringlich. Auf zubetonierten Flächen wachsen keine Pflanzen. Das ist totes Terrain und dort wird keine Photosynthese betrieben und so CO2 reduziert.
Weil diese Gewerbe- und Wohnflächen immer mehr in die Landschaft und Natur hinauswuchern, werden die Anfahrtswege zu Arbeit, Wohnen und Einkaufen immer weiter. Meist sind diese Gebiete auch nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Also fährt man mit dem Auto dort hinaus und pustet weitere Abgase in die Luft.

Treibhausgase und weitere Faktoren für das Klima

Neben dem vermehrten CO2 Gehalt der Luft, der Abholzung der Wälder und sich aufheizender Betonflächen gibt es viele weitere Gründe welche unser Klima mehr oder weniger stark beeinflussen. Dazu gehört natürlich in erster Linie erst einmal unsere Sonne mit ihren Sonnenzyklen, die dafür sorgen, dass es auf unserer Mutter Erde mal wärmer und mal kälter ist. Das kann der Mensch ja noch nicht steuern. Ich meine Gott sei Dank!
Neben dem CO2 gibt es eine ganze Reihe weiterer Treibhausgase. Wenige wissen, dass Wasserdampf auf der Erde am meisten zum Treibhauseffekt beiträgt und erst danach CO2 und das noch effektivere Treibhausgas Methan.

Eiszeiten

Wenn man sich z.B. mit den Ursachen der letzten Eiszeiten befasst, sieht man sehr gut welche weitere Faktoren unser Klima sogar sehr stark beeinflussen können. So spielt neben großen Vulkanausbrüchen, ich erinnere mich noch gut an die eisigen Winter nach dem Ausbruch von Mt. St. Helens, z.B. auch die Erdbahngeometrie auf unser Klima eine große Rolle. Gerät das außer die Fugen,  können alle Pläne der
Klimakonferenz in Paris auf die Müllhalde geworfen werden.

Schneesturm im April diesen Jahres
Nebenbei befinden wir uns ja aktuell im Känozoischen Eiszeitalter, wenn gleich aktuell in einer interglazialen Phase, also in einer der "kurzen" Warmzeiten. Aber die nächste deutlich längere Kaltzeit, wird wohl wie das Amen in der Kirche kommen! Die Auswirkungen für unsere Menschheit sind unabsehbar. Wir werden dort wohl wieder in eine Zeit der Finsternis zurückgeworfen werden. 

Auswirkungen von Kaltzeiten auf die Menschheitsgeschichte

Denn, wenn man die Geschichte der Menschheit der letzten 5000 Jahre betrachtet, hatten alle Kaltzeiten große Krisen zur Folge und warfen die Entwicklung der Menschheit zurück, während Warmzeiten meist positive Folgen hatten. So sorgte auch die letzte kleine Eiszeit vom Anfang des 15. bis in das 19. Jahrhundert für Hunger, Krieg, Seuchen und Hexenverfolgung. Auf Grönland starb soagr die weiße Bevölkerung der Nachkommen der Wikinger aus. 
Eine weitere kalte und dunkle Phase der Geschichte war das frühe Mittelalter, bei dem das Weströmische Reich zusammenbrach und wilde Germanenstämme für Chaos und Verwirrung sorgten. Das hohe Mittelalter war dagegen von einer Wärmephase geprägt, wo Kultur und Wirtschaft aufblühten, so wie auch ab 1850, also in unserer modernen Zeit, wo es ebenfalls immer wärmer wurde.

Auswirkungen der heutigen Warmzeit

Sicher ist heute neben der Zunahme von Stürmen u.a. Wetterkapriolen, die mit der Klimaerwärmung verbunden sind, gerade auch das Ansteigen des Meeresspiegels ein massives Problem. Dieses verschärft der Mensch aber noch mehr, da er immer näher am Meer baut, die wichtigen Mangrovenwälder und Korallenriffe vernichtet, seine Umwelt immer mehr verschmutzt, alles zubaut, Meeressand als "endlose" Ressource für seine Bauwerke aufbraucht etc. etc. 

Fehlende Flexibilität

Der Steinzeitmensch war bei Klimaveränderungen noch sehr flexibel, stieg der Meeresspiegel, baute er seine Zelte ein Stück weiter landeinwärts auf. Gingen bestimmte Nahrungsquellen zur Neige, suchte er sich neue. Diese Flexibilität haben wir heute leider nicht mehr. Unsere Welt ist zu komplex geworden!
Aber auch bei dieser Klimaerwärmung wird es neben Verlierern Porfiteure geben. 

Flexibilität der Natur

Um die Natur mache ich mir dabei noch die wenigsten Sorgen. Die hilft sich selbst weiter, speziell sollte mal der Mensch von der Bühne abtreten. Das kann man ja gut in den radioaktiv verseuchten Sperrgebiete rund um Tschernobyl verfolgen, wo sich Dank der Abwesenheit des Menschen trotz radioaktiver Verseuchung ein kleines Naturparadies entwickelt. Dort sind mittlerweile auch die großen Säuger wie etwa der Wolf erfolgreich zurückgekehrt.

Mein Fazit

Der Mensch sollte sich nicht so wichtig nehmen. Auch sein Einfluss auf das Klima ist begrenzt! Er muss aber auf alle Fälle mehr im Einklang mit der Natur leben. Dazu muss er seine endlose Geldgier und Konsumgier begrenzen. 

Und da kann jeder seinen kleinen Teil dazu beitragen und sich vielleicht fragen: 

Muss ich ewig weit zu irgendwelchen Konsumtempeln außerhalb der Städte fahren? 
Brauche ich schon wieder einen neuen Computer, ein neues Handy oder einen neuen Wohnzimmerschrank? 
Muss ich ständig mit der Mode gehen und brauche dieses Kleid oder jenen Anzug? 
Muss ich ständig nach Übersee reisen und ganz besonders weit entfernte und exotische Reiseziele ansteuern, das möglichst im Luxushotel oder auf einem riesigen Kreuzfahrtschiff, um damit herumprahlen zu können?

Auch vor der Haustüre kann es schön sein, man muss nicht immer weit reisen!
Muss ich ein Haus in einer Retortenstadt im Grünen bauen?
Brauche ich schon wieder ein neues Auto oder gar ein Zweit- oder Drittauto?
Muss ich blödsinnige Weihnachtsgeschenke verschenken oder schenke ich einen lieben Menschen mal lieber mehr Aufmerksamkeit?
Muss ich die 200 Meter zum Einkaufen oder sonst wohin unbedingt mit dem Auto fahren oder mache ich liebe was für meine Gesundheit und Fitness und laufe dorthin?
Brauche ich beim Einkaufen eine Plastiktüte oder nehme ich lieber meinen Einkaufskorb mit?

Diese Frageliste kann sicher jeder beliebig erweitern! Große Ideen beginnen nämlich immer mit ganz kleinen Schritten!

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